Reinigung und Pflege von Edelstahl

Aufgrund der glatten und harten Oberfläche bilden sich auf Edelstahl keine Nester für Schmutz und Mikroorganismen. Reinigung, Desinfektion oder sogar Sterilisation stellt daher kein Problem dar. Und dennoch werden in der Praxis immer wieder Fehler gemacht.

Der Einsatzbereich - z. B. Kläranlage, Wasserwerk oder Brauerei - gibt das Reinigungsziel vor. Zur Verfügung stehen chemische und mechanische Mittel. Nun ist der richtig verarbeitende Edelstahl auch tatsächlich langfristig korrosionsbeständig. Doch drohen bei der Reinigung häufig folgende Gefahren:

1. Salzsäurehaltige Reinigungsmittel:
Wie bei allen anderen Metallen besteht auch bei Edelstahl die Gefahr von Lochfraßkorrosion. Dieses ist abhängig von der Anwendungstemperatur und Halogenid-Konzentration, wobei das Chlor-Ion die größte Bedeutung besitzt. Hohe Konzentrationen und längere Einwirkzeiten führen zu Braunverfärbung und sind zu vermeiden. Häufig fehlen auf dem Reinigungsmittel exakte Angaben über die Ionenzusammensetzung. Im Zweifelsfall sollte man sich an die Reinigungsmittelhersteller direkt wenden.

2. Mechanische Reinigungsmittel mit Ferritanteil
Hartnäckiger Schmutz kann entweder mit hohem Wasserdruck oder mechanischen Hilfsmitteln entfernt werden. Dazu zählen Bürsten, Textilien oder Vliese. Vorsicht ist geboten bei allen metallischen Produkten, wie Stahlwolle oder Schleifpapier. Hier dürfen keine Ferrite (Eisenpartikel) enthalten sein. Ansonsten verletzen diese die schützende Passivschicht des Edelstahls und führen so zu Kontaktkorrosion.
Auch die Art der Verschmutzung muß berücksichtigt werden. Fettverschmutzungen lassen sich gut durch Allzweckreiniger oder alkalische Reiniger entfernen. Leicht abrasiv wirkende Reinigungsmittel jedoch dienen zur Entfernung von Klebrückständen oder Bauschmutz. Manchmal entpuppt sich eine Schmutzschicht als Korrosionsstelle bzw. unter hartnäckigem Schmutz hat sich eventuell bereits Korrosion gebildet. In solchen Fällen genügt eine Reinigung mit konventionellen Mitteln nicht. Der metallisch blanke Zustand muß wieder hergestellt werden, damit sich die Passivschicht wieder erneuern kann. Am besten verwendet man dazu Beizmittel.

Und wer nach abgeschlossener Reinigung noch etwas besonderes tun will, kann mit Konservierungsmitteln oder Pflegeöl eine Schutzschicht aufbringen. Diese verzögert die Verschmutzung und stellt einen zusätzlichen Schutz dar.

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